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Wenn sich Pop- und Kirchenmusik treffen… Konzert zum Ewigkeitssonntag in der Amanduskirche

Ganz im Zeichen angelsächsischer Komponisten stand das anspruchsvolle „Konzert zum Ewigkeitssonntag“ in der Beihinger Amanduskirche. Kantorin Michaela Hartmann-Trummer hatte dafür große und populäre Namen ausgewählt: So spannte sich der Bogen von John Rutter, Karl Jenkins und William und Andrew Lloyd Webber bis zu Sting und Paul Simon. Eine weitere Besonderheit des Abends: Zum Kirchenchor der Gemeinde gesellte sich auch das Freiberger Ensemble „Cantaris“, das seit einiger Zeit ebenfalls von der Kantorin geleitet wird. Mit von der Partie waren auch der junge Organist Raphael Vilgis (Master-Student an der Stuttgarter Musikhochschule) und die Freiberger Sopranistin Karla Massouh, die gleichfalls an der Stuttgarter Musikhochschule ausgebildet wurde. Beste Voraussetzungen also für einen spannenden und abwechslungsreichen Abend. Zur interessanten Mischung der Mitwirkenden kam noch die mutige Konzeption des Programm-Aufbaus: Hartmann-Trummer verband geschickt Sakral-Musik mit profaner Musik aus Pop und Musical und obendrein noch mit zwei modernen Orgel-Improvisationen von Raphael Vilgis. So löste die experimentierfreudige Kantorin die „künstlichen“ Grenzen zwischen den Musik-Genres originell auf.

Den Auftakt machte das „Haus-Ensemble“: Mit zwei melodiestarken Chören des hochdekorierten und mittlerweile weltbekannten Chormusik-Komponisten John Rutter – er ist auch der bevorzugte Komponist des britischen Königshauses - eröffnete der Freiberger Kirchenchor mit geschmeidigem Klang und unter der aufmerksamen Leitung von Kantorin Hartmann-Trummer den Abend. Rutter, der sich selbst als „nicht besonders religiös“, dafür aber als sehr empfänglich für „Spiritualität“ beschreibt, zeigt mit seiner Sakral-Musik, dass sie sehr „weltzugewandt“ ist und sich immer wieder mit schwebender Schönheit und Transzendenz in die Herzen der Zuhörer einschwingt. Die Sopranistin Karla Massouh, an der Orgel einfühlsam von Raphael Vilgis begleitet, führte den eingeschlagenen Weg mit John Rutter fort: Mit klarer, angenehm temperierter Stimme verlieh sie den beiden eingängigen Melodien von „Look at the world“ und „The Lord bless you and keep you“ den angemessenen und aufrichtigen Charme dieser reizvollen und besonderen Musik.

Mit dem Ensemble „Cantaris“ wechselte das Programm nun auf die Seite der „populären“ Musik: Mit „Fields of gold“ von Sting und „Bridge over troubled water“ von Paul Simon werden Themen wie „Treue und gemeinsame Erinnerung“ oder „Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft“ musikalisch vertont, was man durchaus auch zum Themenkreis des Ewigkeitssonntags zählen kann. Cantaris bestach hier in diesen durchaus anspruchsvollen Arrangements mit Intonationssicherheit und rhythmischer Verve.

Rund um den theologischen Impuls von Pfarrer Matthias Wirsching gruppierten sich zwei ausdrucksvolle und originelle Orgelimprovisationen von Raphael Vilgis, die in ihrer mystischen Transzendenz neue Räume eröffneten.

Mit Andrew Lloyd Webbers Ausschnitten aus den Musicals „Phantom of the opera“ und „Cats“ begeisterte Karla Massouh einmal mehr die bis auf den letzten Platz gefüllte Amanduskirche: Die anspruchsvollen Koloraturen der „Christine“ in „Think of me“ meisterte sie mit Bravour – und auch mit „Memory“ wurde wiederum eine schöne thematische Brücke zum Ewigkeitssonntag geschlagen.

Einen weiteren Höhepunkt des Abends lieferte jetzt der große Chor, der sich aus Cantaris und dem Freiberger Kirchenchor im Altarraum aufgestellt hatte: Die ca. 42 Damen und Herren der beiden Chöre sangen – wohl eine Erstaufführung in Freiberg – William Lloyd Webbers interessante „Missa Princeps Pacis“. Hartmann-Trummers Interpretation arbeitete die sphärischen Momente dieser selten zu hörenden Musik plastisch heraus und verschmolz die beiden Chöre zu einem homogenen und differenzierten Klang.

Das Finale mit dem bekannten „Adiemus“ des weltberühmten walisischen Komponisten Karl Jenkins vereinigte noch einmal alle Mitwirkenden zu einem magischen Schluss-Erlebnis: Dieser mantraartige Anbetungsgesang mit den typischen Jenkins-Harmonien erfasste das ganze Kirchenschiff und als die Dirigentin beim Loop am Ende rhythmisch klatschend durchs Publikum wanderte, steigerte sich die Begeisterung aller in ein gemeinsames Miteinander. Großer Jubel am Ende des Abends und Freude über die beeindruckende kirchenmusikalische Arbeit in Freiberg/Neckar.

 

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Besondere Musik in den Weihnachtsgottesdiensten

24.12. HEILIGABEND

Amanduskirche 17.00 Uhr Stimmungsvolles mit dem Blockflöten-Ensemble Holzklang

Simon& Judas 22.00 Uhr Christmette Pastorales für Querflöte und Orgel

Katrin Drotleff und Eva Hopfmüller

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25.12. ERSTER WEIHNACHTSFEIERTAG

Simon & Judas 9.30 Uhr Festgottesdienst Strahlende Barockmusik für Trompete und Orgel

Hubertus von Stackelberg und Michaela Hartmann-Trummer

Nikolauskirche 10.30 Uhr Festgottesdienst mit dem Posaunenchor

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6. Januar EPIPHANIAS Simon & Judas, 18.00 Uhr Gottesdienst nach Taizé Mitwirkung des Spätlesechores

 

 

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